Vier-Tage-Woche: Bedarf ermitteln & Mitarbeiter befragen 

 

Für viele Unternehmen stellt sich aktuell die Frage, ob es zweckmäßig ist, die Vier-Tage-Woche zu erproben und Arbeitnehmenden dieses Arbeitszeitmodell anzubieten. Aktuelle Umfragen unter Erwerbstätigen zeigen jedenfalls, dass die Nachfrage nach einer auf 4 Tage reduzierten Arbeitswoche gestiegen ist. Vor diesem Hintergrund ist es auch im Sinne der Mitarbeiterbindung und Personalgewinnung ratsam, das Thema Viertagewoche vorausschauend anzugehen und Entscheidungen auf Basis relevanter Daten zu treffen. Ob und unter welchen Bedingungen die Option auf eine Vier-Tage-Woche in den jeweiligen Arbeitsbereichen bzw. Branchen möglich und sinnvoll ist, lässt sich mithilfe von Online-Erhebungen ermitteln. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, was Vier-Tage-Woche konkret bedeutet, welche Modelle der Vier-Tage-Woche es gibt und wie Sie mithilfe einer Mitarbeiterbefragung die Nachfrage nach diesem Arbeitszeitmodell ermitteln können. 

 

Was bedeutet "Vier-Tage-Woche" konkret?

Die mögliche Einführung der Vier-Tage-Woche wird seit Jahren in vielen europäischen Ländern thematisiert, einige haben bereits Pilotprojekte und Studien mit überwiegend positiven Ergebnissen durchgeführt. Allerdings verbergen sich hinter dem Begriff "Vier-Tage-Woche" von Studie zu Studie unterschiedliche Modelle. Mal geht mit der Reduzierung der Arbeitstage von 5 auf 4 Tage auch eine Verkürzung der Regelarbeitszeit einher, mal wird die bisherige reguläre Wochenarbeitszeit auf 4 Tage umverteilt, sodass sich die Arbeitszeit an den vier verbleibenden Arbeitstagen erhöht. Auch in puncto Lohn/Gehalt unterscheiden sich die möglichen Modelle. Was also versteht man in der Regel unter einer Vier-Tage-Woche? Und wie sehen die Modelle im Einzelnen aus? 

Das gängigste Vier-Tage-Modell sieht Folgendes vor:

Die Arbeitswoche wird von 5 auf 4 Tage reduziert bei gleichbleibendem Lohn/Gehalt und gleichbleibender Leistung. Während der 4 Tage soll also das gleiche Arbeitspensum erreicht werden wie vormals an 5 Tagen. Inwiefern an diesen vier Arbeitstagen entsprechend länger gearbeitet werden muss, um das gleiche Pensum wie vormals zu erreichen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. 

Während in einigen Betrieben Maßnahmen ergriffen werden, um effizienter arbeiten zu können, z.B. durch das Reduzieren langwieriger Meetings, werden in anderen Firmen die Arbeitsstunden des entfallenden fünften Tages auf die vier Tage aufaddiert. Die Wochenarbeitszeit bleibt also gleich, sie kann nur von fünf auf vier Tage verteilt werden. In diesem Fall werden also beispielsweise die acht Arbeitsstunden des Freitags auf die verbleibenden vier Tage verteilt, sodass Arbeitnehmende vier 10-Stunden-Tage statt der bisherigen fünf 8-Stunden-Tage arbeiten.

4-Tage-Woche – Verschiedene Modelle im Überblick

  • Vier-Tage-Woche bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit (sog. Arbeitsverdichtung) und gleichbleibendem Gehalt. An den vier Arbeitstagen muss also länger gearbeitet werden.
  • Vier-Tage-Woche mit entsprechend niedrigerer Wochenarbeitszeit bei vollem Gehalt.
  • Vier-Tage-Woche mit entsprechend niedrigerer Wochenarbeitszeit bei niedrigerem Gehalt. Dieses Modell entspricht im Grunde einer klassischen Teilzeitstelle.  

Vier-Tage-Woche: Status quo in Deutschland & Europa

Über die Einführung der Viertagewoche wird aktuell auch in Deutschland diskutiert. So kündigte etwa die IG Metall an, die Vier-Tage-Woche in der Stahlindustrie durchsetzen zu wollen. Eine branchenübergreifende Einführung dieses Arbeitszeitmodells scheint aber hierzulande noch in weiter Ferne. In anderen europäischen Ländern ist man diesbezüglich schon weiter: In Belgien ist beispielsweise der Rechtsanspruch auf eine Vier-Tage-Woche seit November 2022 bereits gesetzlich verankert, in Spanien wird 2023 ein staatlich gefördertes, mehrjähriges Pilotprojekt gestartet, mit dem Ziel, die Produktivität des Landes zu steigern. Ein weiterer Feldversuch zur Vier-Tage-Woche läuft aktuell schon in Portugal, 46 private Unternehmen nehmen freiwillig daran teil. Arbeitgeber und Regierung wollen anhand des wissenschaftlich begleiteteten Projekts ermitteln, ob das Arbeitspensum auch in vier Tagen zu bewältigen ist. 

Auch in Großbritannien und Island wurden schon Modellprojekte und Pilotprogramme zum 4-Tage-Modell durchgeführt, diese haben zu positiven Ergebnissen geführt - und zwar sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Die wissenschaftlich begleitete Studie in Großbritannien kam etwa zu dem Ergebnis, dass Krankschreibungen und Fehltage um 65 Prozent zurückgingen, die Beschäftigten motivierter waren und die Produktivität stieg. Die Analyse ergab außerdem, dass auch der Umsatz der Unternehmen im Versuchszeitraum stieg.
 

Während die Vier-Tage-Woche in anderen europäischen Ländern also längst im Fokus steht, erproben hierzulande nur wenige Firmen, Betriebe und vereinzelt auch Verwaltungen dieses Arbeitszeitmodell. Dabei wünschen sich auch Arbeitnehmende in Deutschland mehrheitlich eine verkürzte Arbeitswoche. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2023 ergab, dass rund 81% der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland eine Vier-Tage-Woche mit entsprechend niedrigerer Arbeitszeit wünschen. 73% der Befragten würden diese Option bei vollem Lohnausgleich, 8% auch bei geringerem Entgelt wählen. 17% der befragten Erwerbstätigen lehnen die Vier-Tage-Woche ab, 2% haben bereits eine 4-Tage-Woche.

 

Als Gründe für den Wunsch nach einer Vier-Tage-Woche wurden genannt:

  • mehr Zeit für sich selbst
  • mehr Zeit mit der Familie
  • mehr Zeit für Hobbies, Sport und Ehrenamt
  • um die Arbeitsbelastung zu verringern
  • wegen gesundheitlicher Probleme
     

Eine weitere Umfrage zur 4-Tage Woche, die im Auftrag der HDI-Versicherung durchgeführt wurde, ergab ähnliche Zustimmungswerte zur Viertagewoche. Über alle Altersgruppen hinweg zeigten Arbeitnehmende großes Interesse an einer verkürzten Arbeitswoche, bei Berufstätigen ab 40 Jahren wünschen sich 71% dieses Arbeitszeitmodell, bei den jüngeren Arbeitnehmenden lag die Zustimmung mit 83% noch höher.

In Belgien wurde die 4-Tage-Woche im November 2022 gesetzlich verankert. Beschäftigte haben seitdem einen Rechtsanspruch darauf, ihre Wochenarbeitszeit an vier Tagen abzuleisten, bei gleichbleibendem Gehalt. Alternativ kann die Arbeitszeit verringert werden – gegen Gehaltsabschlag. 

4-Tage-Woche: Bedarf ermitteln per Mitarbeiterbefragung

Aktuellen Umfragen zufolge wünschen sich Arbeitnehmende - wie bereits oben erwähnt - mehrheitlich eine verkürzte Arbeitswoche. Gerade vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels ist es daher für Unternehmen empfehlenswert, flexible Arbeitszeitmodelle und andere New Work-Konzepte nicht kategorisch auszuschließen. Insbesondere auch deshalb, weil in einigen Branchen bereits ein Wandel vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt stattfindet, d.h. Unternehmen um Bewerber konkurrieren müssen. Inwiefern Betriebe von der Einführung profitieren könnten, hängt also zum einen von der Branche, vom Wettbewerb und den jeweiligen Arbeitsbereichen ab. Zum anderen davon, ob es von Seiten der Beschäftigten überhaupt den Wunsch und die Bereitschaft gibt, dieses Arbeitszeitmodell zu erproben.

 

Unter welchen Bedingungen die Option auf eine Vier-Tage-Woche im jeweiligen Arbeitsbereich möglich und sinnvoll ist, lässt sich mithilfe von Online-Umfragen ermitteln. Hierzu eignen sich sowohl Befragungen von Führungskräften als auch von Mitarbeitenden. Mithilfe von online durchgeführten Mitarbeiterbefragungen lässt sich zum einen der Bedarf/Wunsch nach flexiblen Arbeitszeitmodellen erfassen, zum anderen kann ermittelt werden, welche Gründe für oder gegen die unterschiedlichen 4-Tage-Modelle sprechen. Durch eine flankierende Befragung von Führungskräften kann zudem ermittelt werden, ob eine auf vier Tage reduzierte Arbeitswoche in den jeweiligen Abteilungen grundsätzlich eingeführt werden könnte, welche Bedingungen hierfür erfüllt werden müssten und welche möglichen Auswirkungen prognostiziert werden. 
 
Online-Erhebungen eignen sich für Befragungen von Mitarbeitenden und Führungskräften in besonderem Maße, da sie zum einen zeit- und kostenschonend umgesetzt werden können. Außerdem können sowohl anonyme als auch nicht-anonyme Umfragen unkompliziert durchgeführt und ausgewertet werden. Eine detaillierte Anleitung sowie Tipps und Beispiele für online durchgeführte Befragungen finden Sie auch hier: Mitarbeiterbefragung online durchführen

Mit ergänzenden Freitext- und Kommentarfeldern ermöglichen Sie den Mitarbeitenden, Fragen in eigenen Worten zu beantworten bzw. Anregungen, Kritik und Kommentare zur Vier-Tage-Woche zu hinterlassen. Wie Sie ein solches Kommentarfeld anlegen, erfahren Sie in unserem LamaPoll-Blog: Kommentarfeld anlegen 

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Fragebogen-Vorlagen zum Thema 4-Tage-Woche

Mit diesen Fragebogen-Vorlagen kann ermittelt werde, wie hoch die Nachfrage nach einer 4-Tage-Arbeitswoche ist. Außerdem können Arbeitgeber im eigenen Unternehmen abfragen, unter welchen Bedingungen eine Vier-Tage-Woche umgesetzt werden könnte und wie hoch die Nachfrage vonseiten der Mitarbeitenden ist. Orientieren Sie sich bei der Erstellung Ihrer Fragebögen gern an unseren kostenlosen Vorlagen zum Thema 4-Tage-Woche. Die Fragebogen-Vorlagen können Sie mit nur einem Klick in Ihren LamaPoll-Account kopieren und dort bei Bedarf an Ihre Belange anpassen. Weitere kostenlose Fragebogen-Vorlagen für Mitarbeiter- und Kundenbefragungen finden Sie hier: Fragebogen-Vorlagen & Muster

Mitarbeiterbefragung zur Vier-Tage-Woche

Ermitteln Sie mithilfe dieser Fragebogen-Vorlage, wie hoch die Nachfrage nach einer Vier-Tage-Arbeitswoche vonseiten der Mitarbeitenden ist und welches Vier-Tage-Modell favorisiert wird. Holen Sie relevantes Feedback Ihrer Belegschaft zu den verschiedenen Arbeitszeitmodellen ein. Verwenden Ansehen

Meinungsumfrage zur Vier-Tage-Woche

Mit diesem kurzen Fragebogen können Sie eine Meinungsumfrage zum Thema Vier-Tage-Woche durchführen und zugleich statistische Angaben abfragen. Teilnehmern der Umfrage wird nach Ihrem Voting das Ergebnis der bis dato abgegeben Stimmen angezeigt.  Verwenden Ansehen

4-Tage-Arbeitswoche: Vorteile und Nachteile

Die Vor- und Nachteile einer 4-Tage-Woche werden von Arbeitnehmenden häufig anders gewichtet als von Arbeitgebern. Eine Reihe von Studien kommen allerdings zu dem Ergebnis, dass flexiblere Arbeitszeiten die Motivation und Produktivität steigern, sodass nicht nur Beschäftigte sondern auch Unternehmen von der Einführung der Viertagewoche profitieren können. Im Folgenden haben wir Vor- und Nachteile aufgelistet, die im Zusammenhang mit den unterschiedlichen 4-Tage-Modellen häufig genannt werden.

 

Mögliche Vorteile einer Vier-Tage-Arbeitswoche:

  • produktiveres Arbeiten
  • höhere Motivation
  • niedrigeres Stresslevel
  • weniger Krankschreibungen und Fehltage
  • gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit
  • attraktivere Arbeitgebermarke
  • Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung neuer Fachkräfte
  • bessere Work-Life-Balance
  • geringere Fahrtkosten

 

Mögliche Nachteile einer Vier-Tage-Arbeitswoche:

  • höhere Arbeitsbelastung
  • mehr Stress
  • weniger Abstimmungen untereinander
  • geringere Flexibilität an Arbeitstagen
  • Arbeitsverdichtung
  • weniger persönlicher Austausch
  • längere Arbeitstage
  • weniger Urlaubstage

Ein mehrmonatiges Pilotprojekt in Großbritannien, an dem Unternehmen mit 2900 Arbeitnehmenden teilgenommen haben, kam zu dem Ergebnis, dass die Beschäftigten durch die Vier-Tage-Woche motivierter waren, der Krankenstand abnahm und die Produktivität stieg. 56 der 61 teilnehmenden Unternehmen gaben an, die Vier-Tage-Woche dauerhaft einzuführen.

 
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LamaPoll ist ein Umfrage-Tool zum Erstellen von Mitarbeiterfragungen und zum Ermitteln der Mitarbeiterzufriedenheit. Mit uns können Sie alle Arten von Mitarbeiterbefragungen erstellen, durchführen und auswerten. Erstellen Sie in wenigen Schritten Ihre Mitarbeiterumfrage, nutzen Sie das Corporate Design Ihres Unternehmens, laden Sie Ihre Mitarbeiter bequem per E-Mail oder via Intranet ein. Sie sammeln in kürzester Zeit Erkenntnisse zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. Sie können sich bei unserem Umfrage-Tool kostenlos anmelden  und Befragungen bzw. Umfragen für bis zu 50 Mitarbeiter sofort und unverbindlich durchführen. Benötigen Sie mehr Beantwortungen für den Fragebogen Ihrer Online-Mitarbeiter-Umfrage, nutzen Sie einfach unsere Monatstarife. Es stehen Ihnen auch unsere Vorlagen und Beispiele der Fragebögen für Mitarbeiterumfragen zur Verfügung.

 

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