ICE-Score: Priorisierung von Maßnahmen durch Mitarbeiterbefragung

 

Das ICE-Bewertungsmodell wird verwendet, um Prioritäten im Rahmen von Arbeitsprozessen zu setzen. Der hierbei ermittelte ICE-Score hilft z.B. bei der Priorisierung von Aufgaben auf To-do-Listen, bei der Erstellung von Ranglisten für geplante Maßnahmen, Projekte oder neue Ideen. ICE steht für Impact, Confidence und Ease, eine Entsprechung auf Deutsch würde lauten Auswirkung, (Auswirkungs-)Zuversicht und Einfachheit. Mithilfe der ICE-Priorisierungsmethode können Punkte auf To-do-Listen nach diesen drei Kriterien bewertet, miteinander verglichen und anschließend nach Prioritätsgrad geordnet werden. Maßnahmen mit hohem ICE-Score rücken in der Rangliste nach oben und werden aufgrund der höheren Prio vorrangig umgesetzt. Das ICE-Bewertungsmodell eignet sich ebenso für die Priorisierung im Rahmen des Projektmanagements und/oder für das Festlegen von Rangfolgen im Rahmen des Zeitmanagements. Der ICE-Score kann z.B. mithilfe von Mitarbeiterbefragungen ermittelt werden.

 

Welche Kriterien fließen in den ICE-Score ein?

Das ICE-Bewertungsmodell berücksichtigt hinsichtlich der Priorisierung von Aufgaben die Kriterien Impact (Auswirkung), Confidence (Auswirkungszuversicht) und Ease (Einfachheit). Geht es also beispielsweise darum, eine Priorisierung für mehrere angedachte oder geplante Marketing-Maßnahmen zu erreichen, würden die in den Arbeitsprozess involvierten Mitarbeiter um ihre Einschätzung zu jeder einzelnen Maßnahme gebeten. In einem Online-Fragebogen sollten im Sinne des ICE-Modells folgende drei Fragen zu den Maßnahmen gestellt werden:
 

  • Impact: Wie hoch ist Ihrer Ansicht nach der Einfluss dieser Maßnahme auf den Erfolg?
    Alternativ: Wird diese neue Maßnahme wirkungsvoll sein und wenn ja, in welchem Maße?
    (Skala von 1=sehr niedrig bis 10=sehr hoch)
  • Confidence: Wie sicher sind Sie sich, dass diese Maßnahme zum Erfolg führt?
    Oder: Wie zuversichtlich sind Sie, dass diese Maßnahme von Kunden gut angenommen wird?
    (Skala von 1=sehr unsicher bis 10=sehr sicher)
  • Ease: Wie einfach ist diese Maßnahme Ihrer Meinung nach umzusetzen?
    Oder: Wie einfach wird es sein, diese Maßnahme auszuarbeiten, zu implementieren und umzusetzen?
    (Skala von 1=sehr schwer bis 10=sehr einfach)

ICE ist ein Akronym, also ein Kurzwort, das aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetet wird. ICE steht für die Begriffe Impact, Confidence und Ease. 

Neben dem ICE-Bewertungsmodell gibt es weitere Priorisierungsmethoden wie z.B. den PIE-Score, der die Kriterien Potential, Importance und Ease berücksichtigt. Die Berechnung des PIE-Scores kann analog zum ICE-Score vorgenommen werden. 

Die Berechnung des ICE-Scores: Zwei gängige Modelle

In der Regel werden alle in das Projekt involvierten oder am Prozess beteiligten Kolleginnen und Kollegen im Rahmen des ICE-Scorings befragt. Jeder Befragungs-Teilnehmer kann den geplanten Maßnahmen (oder Projekten, Ideen etc.) jeweils einen Wert von 1-10 hinsichtlich der drei abgefragten Kriterien Impact, Confidence und Ease zuordnen. Für die Berechnung des ICE-Scores können zwei unterschiedliche Modelle verwendet werden.

Berechnungsmodell 1:

Bei der einen der beiden gängigen Berechnungen werden die numerischen Werte für die drei Kriterien miteinander multipliziert. Erhält eine Maßnahme also beispielsweise einen durchschnittlichen Wert für Impact=7, für Confidence=6 und für Ease=8, wäre der ICE-Score 504 (7 x 9 x 8=504). Der höchste zu erreichende Wert für den ICE-Score wäre nach diesem Berechnungsmodell 1000 (10 x 10 x 10), der niedrigste Wert wäre 1 (1 x 1 x 1). Der ICE-Score liegt bei diesem Modell also zwischen 1 und 1000.

Berechnungsmodell 2:

Bei der zweiten gängigen Berechnung des ICE-Scores wird der Mittelwert aus den drei abgefragten Kriterien je Maßnahme errechnet. Bei dem o.g. Beispiel (Impact=7, Confidence=6, Ease=8) würde aus den drei Werten der Durchschnittswert berechnet, d.h. die drei Werte addiert und durch die Anzahl der Werte dividiert (7 + 9 + 8): 3=8. Bei diesem Berechnungsmodell liegt der ICE-Score zwischen 1 und 10; also zwischen (1+1+1):3=1 und (10+10+10):3=10. Der ICE-Score auf Grundlage dieses Berechnungsmodells wird Ihnen in den LamaPoll-Ergebnissen automatisch angezeigt (s. Abb. 1).
 

Letztlich ist es unwesentlich, welches Berechnungsmodell gewählt wird: In beiden Modellen rücken die Elemente mit der höchsten messbaren Auswirkung in der Prio-Rangliste nach oben. Das heißt, dass Maßnahmen, die im Schnitt in allen drei Kategorien (wirkungsvoll, erfolgversprechend und einfach umsetzbar) insgesamt am besten abschneiden, auf den To-do-Listen vorgezogen werden. 
 

Abb. 1: Wenn Sie ICE-Befragungen mit LamaPoll durchführen, wird der ICE-Score für die einzelnen Elemente in den exportierten Ergebnissen automatisch angezeigt (Berechnungsmodell 2).

In unseren kostenlosen Vorlagen finden Sie einen Fragebogen zur Ermittlung des ICE-Scores. In der Beispielbefragung geht es darum, geplante Marketing-Maßnahmen hinsichtlich der Kriterien Impact, Confidence und Ease zu priorisieren. Die ICE-Fragebogen-Vorlage kann unkompliziert in den eigenen LamaPoll-Account kopiert und dort bei Bedarf angepasst werden. 

Anlässe und Beispiele für ICE-Score-Befragungen

Das ICE-Bewertungsmodell hilft dabei, teamintern oder auch abteilungsübergreifend projektbezogene Prioritäten zu setzen. Es eignet sich beispielsweise für die Priorisierung im Projektmanagement und/oder für das Festlegen von Rangfolgen im Rahmen des Zeitmanagements. Liegt etwa eine Vielzahl von erfolgversprechenden Ideen und Vorschlägen auf dem Tisch, kann mittels ICE-Score auf einfache Weise eine Schwerpunktsetzung erfolgen. Konkret könnten beispielsweise die Entwicklung und Implementierung neuer Funktionen für ein Software-Projekt mithilfe einer ICE-Score-Befragung priorisiert werden. Diejenigen Funktionen und Features, die hinsichtlich der drei ICE-Kriterien insgesamt den höchsten Durchschnittswert erhalten, würden demnach mit höherer Priorität umgesetzt werden. Dies wäre etwa für eine Funktion gegeben, die von den Befragten am ehesten als wirkungsvoll, erfolgversprechend und einfach umsetzbar bewertet wird.

Ein weiteres Beispiel zur Veranschaulichung: Ein neues Projekt soll auf den Weg gebracht oder eine neue Zielgruppe erschlossen werden, die Art der Umsetzung ist noch offen. Beim teaminternen Brainstorming sprudeln die Ideen und Vorschläge, die mögliche To-do-Liste wird lang und länger. Um nun zu einer nutzen- und zielorientierten Priorisierung der vorgebrachten Ideen zu gelangen, können verschiedene Priorisierungsmethoden verwendet werden. Neben dem klassischen Eisenhower-Prinzip, bei dem nach Dringlichkeit und Wichtigkeit kategorisiert wird, und der MoSCoW-Priorisierung, die Wichtigkeit und Auswirkung fokussiert, gibt es die ICE-Priorisierungsmethode, die drei erfolgsrelevante Kriterien näher beleuchtet und in Beziehung setzt. Auf diese Weise ermöglicht das ICE-Modell, Ideen und Vorschläge vergleichend zu bewerten und in eine sinnvolle Rangfolge zu bringen.

Der ICE-Score kann durch Mitarbeiterbefragungen ermittelt werden. Involvierte Kolleginnen und Kollegen werden zu diesem Zweck in einem Online-Fragebogen um ihre Einschätzung hinsichtlich der Vorschläge gebeten, um anschließend eine projektbezogene Maßnahmen-Priorisierung anhand des ICE-Scores vornehmen zu können. Bei der ICE-Methode werden die unterschiedlichen Perspektiven aller befragten Projektbeteiligten berücksichtigt, sodass in der Regel diejenigen Ideen und Vorschläge identifiziert werden können, die im Vergleich am wahrscheinlichsten sowohl wirkungsvoll und erfolgversprechend als auch möglichst einfach umsetzbar sind. Außerdem können unwesentliche, unrealistische und/oder nur schwer umsetzbare Ideen und Vorschläge auf diese Weise herausgefiltert, aussortiert oder als nachrangig eingeordnet werden. 

Orientieren Sie sich gern auch an unseren Beispielen und weiteren kostenlosen Fragebogen-Vorlagen für Mitarbeiterbefragungen, die Sie in Ihren Account kopieren und dort nach Belieben verändern können. 

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