Die System Usability Scale ist eine altbewährte und anerkannte Methode, um die Usability zu messen. Der SUS-Score hat jedoch zwei Nachteile, die sich allerdings sehr einfach umgehen lassen. Das Ergebnis ist der verbesserte SUS 2.0. Aber der Reihe nach:
Wie wird der System Usability Score ermittelt?
- I think that I would like to use this website frequently.
- I found the website unnecessarily complex.
- I thought the website was easy to use.
- I think that I would need the support of a technical person to be able to use this website.
- I found the various functions in this website were well integrated.
- I thought there was too much inconsistency in this website.
- I would imagine that most people would learn to use this website very quickly.
- I found the website very cumbersome to use.
- I felt very confident using the website.
- I needed to learn a lot of things before I could get going with this system.
Ursprüngliche Berechnung des SUS - Scale-Formel
Wie Sie anhand der SUS Fragen sehen, ist jede zweite Frage negativ konnotiert. Das bedeutet, dass die volle Punktzahl bei Frage 1 genau das Gegenteil von der vollen Punktzahl von Frage 2 ist.
Daraus ergibt sich auch eine sehr umständliche Berechnung. Der Punktesumme der geraden Fragen wird 5 abgezogen und dann addiert man 25 minus die Punktesumme der ungeraden Fragen dazu. Das Ergebnis wird mit 2.5 multipliziert.
Sie SUS Formel lautet:
(((1+3+5+7+9) - 5) + (25-(2+4+6+8+10))) * 2,5
Insgesamt sind also 100 Punkte erreichbar, wenn alle ungeraden Fragen die volle Punktzahl haben (stimme voll zu):
4 + 4 + 4 + 4 + 4 = 20
20 - 5 = 15
Und alle geraden Fragen entsprechend positiv (also „stimme gar nicht zu“ - minimale Punktzahl) sind:
0 + 0 + 0 + 0 + 0 = 0
20 - 0 = 20
Ergibt das gemäß SUS Formel:
15 + 25 = 40
40 * 2,5 = 100
Diese umständliche Berechnung ergibt sich aus der Notwendigkeit heraus, da volle Punktzahl bei der einen Frage eben etwas anderes ist als volle Punktzahl bei der anderen Frage. „Die App ist sehr kompliziert / Die App ist sehr einfach zu bedienen“ – hier hat „stimme voll zu“ eine völlig gegenteilige Bedeutung. Um diese Herausforderung zu lösen, kann man nun beispielsweise willkürlich alle Fragen negativ oder alle Fragen positiv umformulieren. Aber das verfälscht wiederum den SUS.
Wir gehen lieber einen anderen Weg:
Der verbesserte SUS 2.0
Mit LamaPoll können Sie die Skala umdrehen. Die positiv konnotierten Fragen bleiben bei 0 bis 4, die negativen haben jedoch eine Skala von 4 bis 0.
Ein Beispiel für die Punktevergabe:
- Stimmt ein Teilnehmer der Aussage „Ich kann mir gut vorstellen, die App regelmäßig zu nutzen“ vollständig zu, werden 4 Punkte vergeben.
- Stimmt ein Teilnehmer der (negativen) Aussage „Ich empfinde die App als unnötig komplex“ vollständig zu, werden 0 Punkte vergeben.

Abb.: Beispiel für die Punktevergabe im SUS-Fragebogen (Punkte für Teilnehmer nicht sichtbar)
SUS 2.0-Fragebogen: In der Fragebogen-Vorlage, die Sie unten auf dieser Seite finden, sind die Punkte bereits entsprechend hinterlegt. Den Fragebogen können Sie mit nur einem Klick auf "Verwenden" in Ihren LamaPoll-Account kopieren und dort bei Bedarf anpassen.
Die Berechnung des SUS 2.0
Die Berechnung ist nun viel intuitiver und denkbar einfach – Sie nehmen die Summe der Antworten und multiplizieren diese mit 2.5:
Summe der Durchschnittswerte von Frage 1 bis 10 mal 2.5 = max. 100, min. 0
Berechnet wird der SUS-Score also, indem die Durchschnittswerte der 10 Items addiert werden und die sich daraus ergebende Summe mit 2,5 multipliziert wird. Da der maximale Durchschnittswert pro Item 4 beträgt, kann die Addition aller 10 Durchschnittswerte maximal 40 Punkte ergeben. Multipliziert mit 2,5 ist also ein bestmöglicher SUS-Score von 100 möglich.
Weiterer Vorteil des SUS 2.0
Der System Usability Score ist vergleichbar mit dem originalen Net Promoter Score (NPS): einfach zu erfragen, jedoch ungenügend – es fehlt das qualitative Feedback.
Wir empfehlen von daher eine Erweiterung des SUS um ein Eingabefeld (wie beim verbesserten NPS). Sofern das Eingabefeld (Kommentarfeld) kein Pflichtfeld ist, werden die Teilnehmer kognitiv nicht weiter damit beansprucht. Die Eingabe erfolgt freiwillig. Unserer Erfahrung nach schätzen es vor allem unzufriedene Teilnehmer, wenn man ihnen die Möglichkeit für qualitatives Feedback bietet. Und Kritik ist hierbei viel wertvoller als Lob!
Beispiel für die Kommentarfrage, wählen Sie abhängig vom bewerteten Produkt:
- Was sollten wir ändern, um Sie glücklich zu machen?
- Was hat Ihnen am wenigsten gefallen?
- Welche Funktion vermissen Sie am meisten?
- Was hat nicht funktioniert?
- Was hat gefehlt?
Fragebogen-Vorlage SUS 2.0
Fazit System Usability Scale


