Psychische Gefährdungen

Eine Über- oder Unterforderung im beruflichen Umfeld finden Sie in der psychischen Belastbarkeit wieder. Die Fülle der möglichen Belastungsfaktoren steigt stetig. Daraus ergeben sich die Schattenseiten mit ihren Einflüssen auf die Psyche. 

Hier können Sie erkennen, dass diese Über- und Unterbelastung, je nach Dauer und Intensität, die menschliche Psyche und den menschlichen Körper beeinflusst. Wichtige Faktoren und belastende Auswirkungen resultieren in der ständigen Angst vor Jobverlust. Eine dauerhaft erforderliche Konzentration, Mehrfachbelastungen und ständige Erreichbarkeit können zusätzliche Faktoren darstellen, die zu psychischen Gefährdungen führen werden.

Die Konflikte mit Kollegen, Meinungsverschiedenheiten Vorgesetzten und mangelnde Wertschätzung, sowie fehlende Möglichkeiten der Entwicklung setzen Ihre Beschäftigten großem Druck aus. Auch eine schlechte Beleuchtung, Lärm oder mangelhafte Arbeitsmaterialien sorgen nicht für ein optimales Wohlfühlklima. All diese ungünstigen Bedingungen erschweren den Berufsalltag und setzen sich gleichermaßen in der Psyche und im Körper fest. 

Psychische Gefährdungen im eigenen Betrieb erkennen

  • Es spielt eine große Rolle, inwieweit Sie sich den psychischen Belastungen bewusst sind, denen Ihre Mitarbeiter ausgesetzt werden. Aus diesem Grund ist eine entsprechende betriebliche Organisation von hoher Bedeutung.
  • Mit dem ASchG ist die Erhebung von potenziellen Gefahrenquellen zum Schutz der Mitarbeiter vorgesehen. Die resultierenden Vermeidungsmaßnahmen sind verbindlich. Seit 2013 betrifft das auch die psychische Verfassung der Angestellten. Durch die Zusammenarbeit mit auswärtigen Fachkräften wird der Arbeitsplatz verbessert und die Vermeidung, wie Vorbeugung belastungssituativer Auslöser gewährleistet. Die Prozesse werden gesundheitsoptimiert. 
  • Zu den festgelegten Bereichen gehören schon Termindruck, Angst des Arbeitsplatzverlustes und körperliche Zwangshaltungen. Im Grunde muss jede mögliche Anspannung beseitigt und abgefangen werden.
  • Die erkannten Gefahrenquellen müssen in vorgeschriebenem Umfang durch professionelle Betreuung aus Arbeitsmedizin, Sicherheitstechnik und mit extra geschaffenen Lösungen beseitigt werden.
  • Im Einzelnen sind auch strukturelle Mängel zu beseitigen und ein offenes, freundliches Arbeitsklima ist Pflicht. Die oberste Prämisse ist ein fluider Arbeitsablauf und eine dynamische, flexible Einrichtung der Handlungen und Handlungsfähigkeiten. 
  • Die Arbeit muss ermöglicht sein und werden. Alle Störfaktoren sind zu vermeiden und die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Partizipation und klare Regeln gehören zu den normalen Arbeitsbedingungen.

Arbeitsaufgaben und Inhalt der Arbeit

Es gibt verschiedene Merkmale, die zu jener Kategorie möglicher psychischer Gefährdungen zählen.

  • Ist die Aufgabe vollständig oder fehlen wichtige Fakten, Hilfsmittel oder anderes?
  • Verfügt der Mitarbeiter über ausreichend Handlungsspielraum, um die ihm auferlegte Aufgabe sachgemäß auszuführen?
  • Wie abwechslungsreich sind die Aufgaben des Mitarbeiters?
  • Ist das Informationsangebot ausreichend, damit er seine Aufgabe lösen kann?
  • Welche Verantwortung trägt der Mitarbeiter? Ist sie zu gering, zu hoch?
  • Wie steht es um die Qualifikation des Mitarbeiters? Verfügt er über entsprechende Fachkenntnisse oder besteht Nachholbedarf?
  • Wie stark nimmt die Arbeit den Mitarbeiter auf emotionaler Basis ein?

Arbeitsumgebung

Zur Arbeitsumgebung zählen sämtliche Faktoren, die dazu dienlich sind, die Arbeit entsprechend auszuführen. Dazu zählen physikalische, wie auch chemische Hilfsmittel und ihre möglichen Schäden, Gerüche, Farben oder sonstige Auswirkungen, genauso wie auch die Arbeitsmittel, die darüber hinaus zur Verfügung stehen.

Organisation der Aufgaben

Wenn die Arbeit gestört wird, kommt es zu einem Abbruch der sonst recht gut eingespielten Arbeitsabläufe. Wie groß die Störung ist, lässt sich daran bestimmen, wie oft der Arbeitsvorgang neu angesetzt werden muss. 

Wie kann es zu Störungen des Arbeitsablaufs kommen?

Es kann sein, dass im Vergleich zum zur Verfügung stehenden Personal ein zu hohes Arbeitspensum gegeben ist, weil beispielsweise Kollegen erkrankt sind. Es kann aber auch zu Problemen zwischen den Kollegen kommen im Prozess zwischen Auftragsannahme und Aufgabenbewältigung. 

Möglich ist auch, dass viele Fristen und Termine zusammenkommen und dadurch womöglich sogar kollidieren. Wenn es dann noch häufig zusätzliche Arbeitsaufgaben gibt, können Arbeitsabläufe und das Einhalten von Fristen gestört werden.

Sehr komplexe Arbeitsaufgaben, die unter Stress bewältigt werden müssen, sind ebenfalls fehler- und störungsanfällig. Gleiches gilt für Aufgaben, die ein hohes Maß an Informationen benötigen. 

Störungen können hervorgerufen werden durch Kollegen, Vorgesetzte, Kunden, störanfällige Maschinen und fehlendes Material und Informationen. Eine Störung bedeutet dabei allerdings, dass eine unterbrochene Handlung nicht einfach wieder aufgenommen werden kann. Schnelle Rück- oder Zwischenfragen sind hier also nur bedingt zu werten. Die vorhandenen Resultate gehen stattdessen durch eine Unterbrechung verloren und der Arbeitsprozess muss gänzlich neu angesetzt werden.

Soziale Beziehungen innerhalb Ihres Unternehmens

Zu den sozialen Beziehungen innerhalb eines Betriebes zählen sowohl der Kontakt zu Kollegen als auch der zu Vorgesetzten.

Soziale Beziehungen zu Kollegen

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer treten im beruflichen Kontext immer wieder in Interaktion, soziale Beziehungen entstehen und werden durch den Kontakt zu den Arbeitskollegen geschlossen. In diesem Zusammenhang stellt die soziale Unterstützung, bei der unter anderem ein kollegiales Miteinander und gemeinschaftliches Problemlösen möglich ist, einen wichtigen Baustein dar. Dieser Rahmen bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, einander um Rat zu fragen und damit Best-Practice Ansätze auszutauschen.

Mögliche kritische Ausprägungen

  • Einzelbüros oder Personalmangel können zu einem Mangel an sozialer Unterstützung unter Kollegen führen
  • Kollektivstrafen, die Isolation und Ausgrenzung einzelner Mitarbeiter oder eine fehlende Aufgabenorganisation führen zu sozialen Stressoren, wie z.B. Konflikten und Streit. Darüber hinaus können interkulturelle Probleme und sprachliche Barrieren diese Stressoren verstärken
  • Beispiele wie erfolgsabhängige Bezahlungen, Projektbudgets oder Personal verdeutlichen, dass die Erhöhung des Konkurrenzkampfes innerhalb der Mitarbeiterschaft zu einer erhöhten Verunsicherung bis hin zu einem Vertrauensverlust führen können

Soziale Beziehungen zu Vorgesetzten

Bedingt durch die Einbindung der eigenen Tätigkeit der Arbeitskraft in die Gesamtorganisation, der Interaktion mit der oder den Vorgesetzten und dem beruflichen Austausch baut sich eine soziale Beziehung zu dem oder den Vorgesetzen auf. Störungen dieser Beziehung können hierbei durch arbeitsbedingte Probleme und Schwierigkeiten und / oder notwendige Hilfestellungen hervorgerufen werden.

Mögliche kritische Ausprägungen

  • Vorgesetzter hat nicht die Kapazitäten und Ressourcen den Mitarbeitern die erforderliche soziale Unterstützung zu gewährleisten z.B. Personalmangel, zu großer Administrationsaufwand, fehlende Qualifikation
  • Fehlende Kommunikation, verspätete Informationsweitergaben oder der bewusste Ausschluss von Entscheidungsmitbestimmung führt zu sozialen Stressoren, die mit einer Störung der Beziehung zu und zu Konflikten mit dem Vorgesetzten einhergehen
  • Unzureichende Würdigung der Arbeit und der Fähigkeiten des Arbeitnehmers wie z.B. Negativbetrachtung der Arbeitsleistung, autoritäre Aufgabenverteilung, kritisches und negatives Feedback

Arbeitszeitgestaltung

Unter dem Gesichtspunkt des Beschäftigungsschutzes kam der Einteilung der Arbeitszeit schon immer große Bedeutung zu. Die Ausdehnung der Arbeitszeit steht in Verbindung mit der Expositionsdauer und hat somit auch Auswirkungen auf die Intensität der Belastung. Die Arbeitszeitgestaltung ist allerdings auch nicht losgelöst von wirtschaftlichen Aspekten zu betrachten. Um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu behaupten, muss auf dem Markt flexibel reagiert werden können.

Arbeitszeit

Gemäß Arbeitszeitgesetz ist Arbeitszeit die Zeit von Beginn der Arbeit bis zum Ende ohne Pausen.

Nachtarbeit

Nach dem Gesetz liegt Nachtarbeit vor, wenn zwischen 23:00 Uhr und 06:00 Uhr mindestens 2 Stunden gearbeitet wird.

Werktägliche Arbeitszeit

Die werktägliche Arbeitszeit sollte 8 Stunden nicht übersteigen. Dadurch soll die überdurchschnittliche Inanspruchnahme der Arbeitskraft verhindert, und die Gesundheit der Beschäftigten langfristig erhalten werden. Als Werktage gelten die Tage Montag bis Samstag.

Ruhepausen

Pausen, also die Unterbrechung der Arbeitszeit dient den Beschäftigten zur Erholung. Dadurch wird der Übermüdung vorgebeugt, und das Unfall- und Fehlerrisiko verringert. 

Ruhezeit

Ruhezeit dient Ihrem Beschäftigten, um sich zu erholen, auszuruhen und zu regenerieren. Nach der Arbeit muss Ihrem Mitarbeiter also ausreichend Zeit zur Erholung, zum Essen, Schlafen und für Hobbys zur Verfügung stehen.

Nacht- und Schichtarbeit

Beschäftigte die Nacht- und Schichtarbeit leisten sind höher belastet als Beschäftigte mit regelmäßigen Arbeitszeiten in Tagarbeit. Das liegt an der zeitverschobenen, wechselnden und zu ungünstigen Zeiten liegenden Arbeitszeit. Dadurch werden der normale Rhythmus des Organismus und auch die Teilnahme am sozialen oder Familienleben gestört.

Sonn- und Feiertagsbeschäftigung

Sonn- und Feiertage sind zur Erholung und für Freizeitaktivitäten. Es gibt die Sonn- und Feiertagsruhe. Diese gewährleistet den Beschäftigten die Teilnahme am sozialen, kulturellen und religiösen Leben.

Bereitschaftsdienste

Beschäftigte die Bereitschaftsdienste leisten sind höher belastet als Beschäftigte mit regelmäßigen Arbeitszeiten in Tagarbeit. Das liegt an der zeitverschobenen, wechselnden und zu ungünstigen Zeiten liegenden Arbeitszeit. Dadurch werden der normale Rhythmus des Organismus und auch die Teilnahme am sozialen oder Familienleben gestört.

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