Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Ziele und geeignete Maßnahmen

 

 

Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) zählt zu den Handlungsfeldern des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und umfasst eine Vielzahl von freiwilligen Maßnahmen, die von Arbeitgebern und Beschäftigten umgesetzt werden können, um die Gesundheit, Motivation und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, weshalb die BGF den Unternehmenserfolg mitbestimmt und welche Maßnahmen der Gesundheitsförderung Sie ergreifen können.

 


Betriebliche Gesundheitsförderung: Welche Vorteile ergeben sich daraus?

Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit seinen Mitarbeitern. Von ihnen wird die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens maßgeblich mitbestimmt. Die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Belegschaft wiederum ist nicht zuletzt vom physischen, sozialen und psychischen Wohlbefinden der einzelnen Mitarbeiter abhängig. An dieser Stelle setzt die Betriebliche Gesundheitsförderung an. 
 
Vor dem Hintergrund, dass gesunde, motivierte und qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg sind, zielt die Betriebliche Gesundheitsförderung auf die Verbesserung von Arbeitsbedingungen hinsichtlich der Mitarbeiterzufriedenheit und -gesundheit sowie auf die Förderung der Mitarbeiterbeteiligung und -befähigung ab. Unternehmen, die dieser Thematik bereits einen entsprechenden Stellenwert eingeräumt und die Betriebliche Gesundheitsförderung implementiert haben, berichten von zahlreichen Vorteilen – und zwar sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber! 
 
So geht beispielsweise die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit oft einher mit einer höheren Identifikation mit dem Unternehmen und einer Senkung der Fluktuationsrate. Weitere Effekte der nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsförderung können z.B. die Stärkung des Unternehmensimages, die Steigerung der Produktivität oder auch die Reduzierung krankheitsbedingter Fehltage sein.

 

 


Vier Phasen der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Die Implementierung der Beruflichen Gesundheitsförderung erfolgt in mehreren Phasen. Während der gesamten Laufzeit sollte das Projekt transparent kommuniziert und die Beschäftigten möglichst aktiv miteinbezogen werden.

1. Analyse des Ist-Zustands und Bedarfsermittlung

  • Auswertung vorhandener Daten (Krankenstand, Fluktuation, Fehlzeiten, Bewerberzahlen, Fehlerraten, Unfallstatistik etc.), um Handlungsfelder zu identifizieren
  • Bedarfsanalyse mittels BGF Fragebogen oder Durchführung eines ersten (kurzen) Puls Checks

Tipp: Um einen ersten Eindruck über das bestehende Betriebsklima zu erhalten, bieten sich kurze und bündige Umfragen an: Loten Sie das Betriebsklima einfach mithilfe eines Puls Checks aus.

2. Planung der Betrieblichen Gesundheitsförderung

  • Prioritätensetzung und Zieldefinition (z.B. Senkung des Krankenstandes, Steigerung des Wohlbefindens, Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit, Stärkung der Arbeitgebermarke)
  • Mitarbeiter über die BGF informieren und miteinbeziehen (Partizipation)
  • Mitarbeiterbefragung zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) durchführen
  • Geeignete Maßnahmen identifizieren, Handlungsempfehlungen ableiten
  • Zuständigkeiten und zeitlichen Rahmen festlegen

Tipp: Unabhängig von der Rechtsprechung liegt es in Ihrem Interesse als Arbeitgeber, den Betriebsrat in das betriebsinterne Befragungsprojekt einzubinden. Eine gemeinsame Vorgehensweise steigert die Akzeptanz und die Teilnahmebereitschaft der Belegschaft. 

3. Durchführung der BGF-Maßnahmen

  • Umsetzung geeigneter verhältnis- und/oder verhaltensorientierter Maßnahmen (z.B. ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Ruheraum, Mitarbeiterschulungen zum Thema Gesundheit, Ernährungskurse, kostenlose/s Getränke/Obst, gesundes Kantinenessen, flexible Arbeitszeiten, Entspannungskurse, aktive Pausen, Bewegungsworkshops, Recht auf Unerreichbarkeit nach Feierabend etc.)
  • Feedbackmöglichkeiten anbieten
  • Dokumentation der Maßnahmen

Info: Verhältnisorientierte Maßnahmen zielen auf gesundheitsgerechte Strukturen, Arbeits- und Rahmenbedingungen ab, verhaltensorientierte auf die Förderung gesundheitsgerechter Lebens- und Verhaltensweisen. Eine Kombination aus verhältnis- und verhaltensorientierten Maßnahmen hat sich in der Regel als zielführend erwiesen.

4. Evaluation und Kontrolle

  • Nachbefragung der Mitarbeiter (einige Monate nach Einführung der jeweiligen Maßnahme/n)
  • Auswertung der Projektergebnisse hinsichtlich der Zieldefinition/en (Werden die Angebote angenommen? Welche Effekte sind kurz-, mittel- und langfristig erkennbar? Sind Veränderungen bezgl. Krankenstand, Fluktuation etc. mittelfristig erkennbar?)
  • Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen und/oder Puls Checks 

 


Mitarbeiterbefragung als Analysetool für die Betriebliche Gesundheitsförderung

Um den Status quo vor der Implementierung sowie weiterführende Handlungsempfehlungen abzuleiten, empfiehlt sich der Einsatz von Mitarbeiterbefragungen. Wichtig ist hier: dass Sie Ihre Mitarbeiter aber auch die Führungskräfte als Multiplikatoren mit einbeziehen. Transparenz und Offenheit im Kontext der Befragung können dazu führen, dass sich die Beteiligung an der Befragung erhöht. Klären Sie Ihre Mitarbeiter auf, was Sie mit der Umfrage erreichen wollen, wie die Ergebnisse wieder in die Organisationsstrukturen zurückfließen und kommunizieren Sie die Resultate am Ende der Befragung. Wie Sie Mitarbeiterbefragungen mit LamaPoll erfolgreich aufsetzen erfahren Sie hier.

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