Meine Umfrage hat zu viele Abbrecher – woran liegt das?

Stellen Sie fest, dass Ihre Online-Umfrage eine hohe Quote an Abbrechern aufweist? Dann wird es dringend Zeit, auf Fehlersuche zu gehen und die Ursache zu finden. Nachfolgend erläutern wir mögliche Gründe für Abbrüche und geben Ihnen 6 Lösungen an die Hand, wie Sie die Abbruchquote senken können.

Übrigens: Um stets einen aktuellen Überblick über Abbrüche, Teilnehmer und Abschlussquoten etc. zu haben, können Sie Ihr Umfrage-Dashboard im Bereich „Auswerten“ nutzen. Hier sehen Sie auch direkt, auf welcher Seite Sie die meisten Teilnehmenden verlieren.

Abb. 1 – Verwenden Sie das Umfrage-Dashboard, um die Abbrüche im Blick zu behalten.

1.) Inhalte zielgruppengerecht präsentieren

Je nach Themengebiet oder Forschungsfeld bleibt es nicht aus, dass Umfragen komplexe Bereiche bearbeiten. Komplex muss jedoch nicht bedeuten, dass Ihre erstellten Inhalte und Fragestellungen zu kompliziert für die gewünschte Zielgruppe sein müssen. Machen Sie sich daher in einem ersten Schritt klar, an wen sich die Befragung richtet. Verstehen Teilnehmende nicht sofort, worum es Ihnen geht, werden sie den Fragebogen wahrscheinlich auch nicht bis zum Schluss beantworten und die Befragung abbrechen.

Auch die Länge des Fragebogens und die gewählten Fragearten können eine Ursache dafür sein, dass eine Umfrage nicht komplett beantwortet wird. Zu lange Fragebögen, sich ständig wiederholende Fragetypen oder unklare Fragestellungen führen oftmals zu einer höheren Abbruchquote. Der Grund: Teilnehmende langweilen sich schneller und neigen ggf. dazu, Fragen nach bestimmten Mustern und nicht wirklich ehrlich zu beantworten.

Sorgen Sie daher für einen gesunden Fragenmix, der Abwechslung schafft. Eine Übersicht unserer Fragearten mit Vor- und Nachteilen und praktischen Beispielen finden Sie hier: Fragearten

Eine weitere Lösung kann ein Pretest im Vorfeld der Veröffentlichung der Umfrage sein. Lassen Sie Ihren Fragebogen von geeigneten Testpersonen überprüfen und stellen Sie so sicher, dass sämtliche Inhalte verständlich, zielgruppengerecht und klar sind. Wie Sie einen Pretest planen und umsetzen, erfahren Sie hier: Pretest durchführen

2.) Einen zeitlichen Rahmen setzen

Ein weiterer Grund, eine Umfrage abzubrechen, kann der fehlende Zeitrahmen sein. Mit anderen Worten: Wie viel Zeit wird ungefähr zur Beantwortung benötigt. Wenn Befragte keine Aufwandseinschätzung erhalten, kann es passieren, dass sie mittendrin aussteigen, wenn die Beantwortung (gefühlt) zu lange dauert.

Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, direkt auf der ersten Seite und im Rahmen des Einleitungstextes eine Zeitangabe für die Dauer der Beantwortung anzugeben (siehe Abbildung 1). Das gibt den Befragten die Möglichkeit, ausreichend Zeit zur Bearbeitung einzuplanen.

Abb. 1 – Nutzen Sie den Einführungstext, um eine grobe Bearbeitungszeit anzugeben.

LamaPoll bietet Ihnen außerdem die Möglichkeit, einen Fortschrittsbalken einzublenden. So sehen Teilnehmende auf einen Blick, an welchem Punkt der Umfrage sie sich gerade befinden. Um den Fortschrittsbalken zu aktivieren, nutzen Sie den Menüpunkt „Design“ und setzen anschließend ein Häkchen bei „Fortschrittsbalken“ (siehe Abbildung 2).

Abb. 2 – Aktivieren Sie den Fortschrittsbalken mit einem Häkchen unter dem Menüpunkt „Design“.

3.) Ausufernde Matrixfragen vermeiden

In einer Matrixfrage lassen sich viele Items komprimiert unterbringen. Was auf den ersten Blick ideal klingt, kann sich aber negativ auf das Antwortverhalten von Befragten auswirken. Profi-Matrizen mit zahlreichen Fragearten und Auswahlmöglichkeiten wirken kompliziert und überfordern Teilnehmende im schlimmsten Fall (siehe Abbildung 3).

Abb. 3 – Lange und komplexe Matrixfragen können Teilnehmende überfordern.

Das Resultat: Fragen werden nicht richtig oder kaum gelesen und die Antworten erfolgen entweder zufällig oder richten sich nach einem Muster. Und das wirkt sich schlussendlich negativ auf Ihre Umfragergebnisse aus. Achten Sie deshalb darauf, die Anzahl Ihrer Matrixfragen überschaubar zu halten und im Wechsel mit anderen Fragearten einzusetzen.

4.) Technische Probleme ausschließen

Stellen Sie sicher, dass Ihre Umfrage nicht aufgrund von technischen Problemen abgebrochen wird. Dazu gehört auch das Überprüfen der mobilen Version Ihrer Umfrage. Mit LamaPoll sind Ihre Fragebögen automatisch responsiv für Smartphones optimiert. Es lohnt sich dennoch, auch die fertige Umfrage mobil zu testen. Sind sämtliche Inhalte gut lesbar oder müssen Befragte zu lange scrollen? Im besten Fall testen Sie sämtliche Eventualitäten bereits im Vorfeld über die mobile Vorschau innerhalb des Tools oder im Zuge eines Pretests.

Eine weitere technische Hürde, die zu Darstellungsproblemen und damit zu Abbrechern führen kann, sind veraltete Browser. Ist Ihre Zielgruppe weniger technikaffin, kann sich eine Benachrichtigung im Vorfeld oder ein Hinweis im Einleitungstext lohnen, dass ein aktueller Browser genutzt werden sollte. Gerade bei Abstimmungen, Online-Wahlen oder Live-Votings sind solche Maßnahmen wichtig, um sicherzugehen, dass sämtliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen mitmachen können.

5.) Anonymität und Datenschutz

Je persönlicher und detaillierter eine Befragung ist, desto höher sind die Bedenken in puncto Datenschutz, Sicherheit und Anonymität. Holen Sie Ihre Teilnehmer daher direkt zu Beginn ab und nehmen ihnen die Angst. Nutzen Sie z. B. den Einführungstext und erklären kurz, wie die Daten verarbeitet werden (siehe Abbildung 4) und ob eine genaue Zuordnung der Antworten möglich ist.

Abb. 4 – Gehen Sie präventiv auf mögliche Bedenken zu Datenschutz und Anonymität ein.

Je besser Sie Ihre Teilnehmer darüber aufklären, was mit ihren Daten passiert, desto eher sind diese gewillt, mitzumachen. Weiteres zum Thema Anonymität lesen Sie hier: anonyme Umfrage

6.) Pflichtfragen überlegt einsetzen

Im besten Fall haben Sie bei der Erstellung einer Umfrage schon die Auswertung im Kopf. Bei welchen Bereichen benötigen Sie ausführliche Antworten? Wo platzieren Sie etwaige Fragen nach Kontaktdaten o. Ä. Da jede Antwort eines Teilnehmers oder einer Teilnehmerin wichtig ist, tendiert man oftmals dazu, viele Fragen als Pflichtfragen auszuweisen.

Abb. 5 – Nutzen Sie das Bleistift-Symbol und aktivieren anschließend die Pflichtfragen-Option.

An elementaren Punkten innerhalb der Befragung haben diese auch eine Berechtigung. Wenn Sie jedoch nahezu jede Frage zur Pflichtfrage machen, um Antworten zu erzwingen, kann das Ihre Abbruchquote deutlich steigern. Nutzen Sie diese Option daher überlegt und mit Bedacht.

Ein weiter Aspekt können fehlende Antwort-Optionen wie „Weiß ich nicht“, „keine Angabe“ oder „Sonstiges“ sein. Mit Blick auf die Auswertung sind solche Varianten nicht immer wertvoll. Sie bieten den Teilnehmenden jedoch eine Möglichkeit, zu antworten, ohne falsche Angaben machen zu müssen oder zu einer Entscheidung gezwungen zu werden.

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