Screen Out – Was ist das?

Screen Out bezeichnet den gezielten, vollständigen Ausschluss von Teilnehmern aus einer Umfrage, basierend auf ihren Antworten in den ersten Screening-Fragen. Anders als bei einer einfachen Filterführung werden diese Teilnehmer komplett aus der Befragung ausgeschlossen, da sie nicht zur definierten Zielgruppe gehören. Diese gezielte (Dis-)Qualifikation ist essentiell für die Datenqualität und einen effizienten Ressourceneinsatz in der Marktforschung und im Rahmen von Umfrageprojekten.

Unter Screen Out wird im Marktforschungskontext die gezielte Selektion von Teilnehmenden verstanden. Teilnehmende, die bestimmte Kriterien nicht erfüllen, werden per Screen Out disqualifiziert. Ein Screen Out erfolgt üblicherweise bereits nach den ersten 1-3 Fragen einer Umfrage. Teilnehmer werden anhand ihrer Antworten bewertet und bei Nicht-Passung aus der Befragung geleitet. Im Gegensatz zur Filterführung, bei der Teilnehmer unterschiedliche Fragenwege durchlaufen oder bestimmte Abschnitte des Fragebogens überspringen, aber in der Studie bleiben, bedeutet Screen Out den kompletten Ausschluss. In der Regel werden Teilnehmer, die per Screening-Frage als nicht zur Zielgruppe gehörend eingestuft werden, ans Ende des Fragebogens weitergeleitet. Optimalerweise gibt für diese Teilnehmer eine separate Endseite mit einem entsprechend angepassten Text.

Screen Out – Zentrale Eigenschaften:

  • Vollständiger Ausschluss aus der Befragung
  • Erfolgt früh im Befragungsprozess
  • Basiert auf der Zielgruppendefinition

Screen Outs kommen in verschiedenen Umfrage- und Forschungskontexten zum Einsatz. Die gezielte Selektion von Teilnehmenden per Screen-Out-Verfahren wird zum Beispiel verwendet im Rahmen von:

Produktbewertungen:

  • Ausschluss von Nicht-Nutzern des zu bewertenden Produkts
  • Filterung nach Kaufzeitpunkt oder Nutzungshäufigkeit
  • Beschränkung auf spezifische Kundengruppen

B2B-Studien:

  • Ausschluss von Personen ohne Entscheidungsbefugnis
  • Filterung nach Unternehmensgröße oder Branche
  • Qualifikation nach Jobposition oder Verantwortungsbereich

Zielgruppenstudien:

  • Demografische Einschränkungen (Alter, Geschlecht, Region)
  • Lifestyle- oder Einkommensfilter
  • Interessens- oder verhaltensbasierte Ausschlüsse

Wie Sie Screen Outs in Umfagen einrichten, lesen Sie in folgendem Blog-Beitrag: Screen Out – 5 Wege, um Teilnehmergruppen gezielt auszuschließen

Die gezielte Selektion bzw. der frühzeitige Ausschluss von Teilnehmenden per Screen Out bietet im Rahmen von Umfragen eine Reihe von Vorteilen.

Datenqualität: Screen Outs sorgen für präzise, relevante Ergebnisse durch homogene Zielgruppen. Irrelevante Antworten werden von vornherein vermieden.

Effizienz: Durch frühzeitigen Ausschluss von nicht-qualifizierten Teilnehmern sparen Sie Zeit bei der Auswertung der Ergebnisse und reduzieren das Befragungsprozedere.

Teilnehmerzufriedenheit: Ein früher (idealerweise nachvollziehbarer) Screen Out ist fairer als eine lange Befragung mit nachträglichem Ausschluss.

Screen Out ist ein unverzichtbares Instrument für zielgruppengerechte Marktforschung. Die gezielte Selektion zu Befragungsbeginn sichert Datenqualität, spart Ressourcen und respektiert die Zeit aller Beteiligten. Professionelle Umfrage-Tools wie LamaPoll bieten die nötigen Funktionen für eine faire und effiziente Umsetzung des Screen-Out-Verfahrens.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert