{"id":25065,"date":"2025-11-12T14:55:29","date_gmt":"2025-11-12T12:55:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lamapoll.de\/blog\/?p=25065"},"modified":"2025-11-12T15:01:30","modified_gmt":"2025-11-12T13:01:30","slug":"lamapoll-spende-unterstuetzt-kinder-weihnachtsfeier-bei-bora-e-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lamapoll.de\/blog\/lamapoll-spende-unterstuetzt-kinder-weihnachtsfeier-bei-bora-e-v\/","title":{"rendered":"Tolles Feedback von Bora e.V.: LamaPoll-Spende f\u00fcr Kinder-Weihnachtsfeier"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Rahmen unserer <a href=\"https:\/\/www.lamapoll.de\/blog\/category\/spende-des-monats\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">monatlichen Spendenaktion<\/a> haben wir interessantes Feedback von BORA e.V. bekommen. Der Berliner Verein, der sich bereits seit der Gr\u00fcndung im Jahr 1992 f\u00fcr den Schutz gewaltbetroffener Frauen und Kinder einsetzt, bietet verschiedene Beratungsangebote, Schutzr\u00e4ume (wie das Frauenhaus BORA) und Unterst\u00fctzung auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben an. Dar\u00fcber hinaus engagieren sich die Mitarbeitenden von BORA e.V. in der Pr\u00e4ventionsarbeit, begleiten Frauen bei der Suche nach einer neuen Wohnung, beim Austausch mit \u00c4mtern oder leisten Hilfe bei Erziehungsfragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um einen Eindruck von den vielf\u00e4ltigen Herausforderungen und der t\u00e4glichen Arbeit des Vereins zu bekommen, hat sich die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Claudia Cohn freundlicherweise bereit erkl\u00e4rt, unsere Fragen im nachfolgenden Interview zu beantworten. Dem Feedback konnten wir \u00fcbrigens auch entnehmen, dass die <a href=\"https:\/\/www.lamapoll.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LamaPoll<\/a>-Spende als Unterst\u00fctzung f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Kinder-Weihnachtsfeier &#8222;mit Lichterzauber und kleinen, individuellen Geschenken&#8220; verwendet wird. Das freut uns sehr! Wir w\u00fcnschen allen Kindern, Jugendlichen und dem engagierten BORA-Team eine unbeschwerte Feier.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Frauenhaus BORA gibt es bereits seit 1990. Seitdem hat sich der Wirkungsbereich des Vereins stark erweitert. Wo sehen Sie die gr\u00f6\u00dften H\u00fcrden in Ihrer t\u00e4glichen Arbeit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4usliche Gewalt, sexualisierte Gewalt und Kindesmisshandlung waren in der DDR weit verbreitet, zugleich offiziell inexistent. Es gab keine Schutzm\u00f6glichkeiten, keine Zufluchtsorte, kein Hilfesystem, keine therapeutischen Angebote und kein Bewusstsein f\u00fcr die spezifischen Dynamiken h\u00e4uslicher Gewalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Frauenhaus BORA wurde in der Wendezeit 1990 von unseren couragierten Gr\u00fcnderinnen er\u00f6ffnet: als eine der ersten Schutzeinrichtungen f\u00fcr gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder auf dem Territorium der ehemaligen DDR. In den Anfangsjahren basierten die allt\u00e4glichen Schwierigkeiten und H\u00fcrden vor allem auf der thematischen Unerfahrenheit wichtiger Institutionen wie z. B. Jugend\u00e4mtern, Familiengerichten, der Polizei.<\/p>\n\n\n\n<p>Damals verschwanden viele ambivalente Frauenhausbewohnerinnen mit ihren Kindern. Es kam zum Kontaktabbruch. Wir konnten es nicht verantworten, die Kinder alleinzulassen, wenn ihre M\u00fctter entschieden, zum Gewaltt\u00e4ter zur\u00fcckzukehren. So erweiterten wir unsere Angebote \u00fcber die Jahrzehnte den Bedarfen unserer Zielgruppe(n) entsprechend.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch m\u00f6chten wir Frauen erreichen, die sich noch nicht getrennt haben, die sich mit dem Gedanken tragen, wegzugehen. Zudem bed\u00fcrfen viele Frauen und Kinder noch eine Zeitlang nach ihrem Frauenhausaufenthalt intensiver Beratung, Begleitung und Unterst\u00fctzung. In Krisenzeiten und Umbruchsituationen nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Das sp\u00fcren wir seit Langem.<\/p>\n\n\n\n<p>Was wir in unserer Arbeit auch deutlich wahrnehmen: die sukzessive Verrohung und Verelendung unserer Gesellschaft. Wer gewaltbetroffene Frauen und Kinder wirkungsvoll unterst\u00fctzen m\u00f6chte, ist angewiesen auf eine intakte soziale Infrastruktur und ein robustes Gemeinwesen &#8211; vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnraum, aber auch Kultur.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Schere zwischen arm und reich \u00f6ffnet sich t\u00e4glich. Der Mittelstand schwindet. Mehr als ein F\u00fcnftel der Bev\u00f6lkerung ist von Armut und Ausgrenzung bedroht oder betroffen. Menschen, die von ihrem Erwerbseinkommen leben m\u00fcssen, k\u00f6nnen sich, vor allem in Berlin, ihre Mieten kaum mehr leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere gr\u00f6\u00dften Probleme heutzutage hei\u00dfen Ungerechtigkeit und Mangel. Denn Ungleichheit, Existenzangst, Verteilungskampf und beengte, unsichere Wohnverh\u00e4ltnisse beg\u00fcnstigen Gewalt im sozialen Nahraum. Zudem erschwert eine komplexe Verkn\u00fcpfung von Umst\u00e4nden es gewaltbetroffenen Frauen zunehmend, sich zu trennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hoffnung, sich und ihren Kindern ein eigenst\u00e4ndiges Leben in W\u00fcrde aufbauen zu k\u00f6nnen, neuen angemessenen Wohnraum zu finden, Schulpl\u00e4tze f\u00fcr die Kinder, erweist sich f\u00fcr immer mehr Betroffene als Illusion. Mit fatalen Folgen. Die Anzahl der M\u00e4dchen- und Frauenmorde hat sich innerhalb nur eines Jahres verdoppelt.<\/p>\n\n\n\n<p>2023 wurden 360 Femizide in Deutschland ver\u00fcbt. 2024 wurde bei Sexualstraftaten ein Anstieg um 9,3 % verzeichnet, so hoch wie nie zuvor. Die marode soziale Infrastruktur in Berlin verl\u00e4ngert die Verweildauer in den Frauenh\u00e4usern und Zufluchtswohnungen und leistet so der Verknappung von Schutzpl\u00e4tzen Vorschub.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wenngleich das Schutz- und Unterst\u00fctzungssystem weiter ausgebaut werden m\u00fcsste, sind die Berliner Frauenprojekte neben anderen systemrelevanten Einrichtungen im Jahr 2026 von existenziell bedrohlichen Sparma\u00dfnahmen betroffen. So ist unsere Arbeit 35 Jahre nach der Wende so wenig selbstverst\u00e4ndlich wie am Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie k\u00f6nnen sich Frauen und Kinder, die einer Gewaltsituation ausgeliefert sind, mit BORA in Verbindung setzen und Hilfe suchen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer akuten Gewaltsituation sollten Frauen oder ggf. auch ihre Kinder bzw. Unterst\u00fctzer:innen grunds\u00e4tzlich die polizeiliche Notrufzentrale (110) alarmieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Frauen in Berlin, die einen Schutzplatz f\u00fcr sich und ihre Kinder suchen, k\u00f6nnen sich 24\/7 an die BIG-Hotline unter der Telefonnummer 030-611 03 00 wenden. Im Falle anderweitigen Unterst\u00fctzungsbedarfs sind unsere Kontaktdaten auf unserer <a href=\"https:\/\/www.frauenprojekte-bora.de\/impressum\/kontakt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Homepage<\/a> hinterlegt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was k\u00f6nnen Sie uns \u00fcber das Pr\u00e4ventionsprogramm PiKiTa erz\u00e4hlen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Pr\u00e4ventionsprogramm PiKiTa ruht leider seit der Corona-Pandemie aufgrund mangelnder finanzieller sowie personeller Ressourcen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wissen Sie schon, wof\u00fcr Sie die LamaPoll-Spende einsetzen werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns enorm \u00fcber die gro\u00dfz\u00fcgige Spende. Wir werden mit diesem Geld unsere j\u00e4hrliche Kinder-Weihnachtsfeier ausrichten, mit Lichterzauber und kleinen, individuellen Geschenken. Solche Momente der Unbeschwertheit wirken essenziell gewaltpr\u00e4ventiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr danken wir Ihnen im Namen der Kinder und Jugendlichen, die im Frauenhaus BORA leben, von Herzen!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>BORA e.V. wird gef\u00f6rdert von der: <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.lamapoll.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/SenASGIVA.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"868\" height=\"140\" src=\"https:\/\/www.lamapoll.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/SenASGIVA.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25080\" srcset=\"https:\/\/www.lamapoll.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/SenASGIVA.png 868w, https:\/\/www.lamapoll.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/SenASGIVA-300x48.png 300w, https:\/\/www.lamapoll.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/SenASGIVA-768x124.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 868px) 100vw, 868px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen unserer monatlichen Spendenaktion haben wir interessantes Feedback von BORA e.V. bekommen. 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